Zweimal am Tag etwa zwei Minuten Zähne putzen, am besten morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen. Tipp: Zwischen den Mahlzeiten einen zuckerfreien Kaugummi kauen. Das ... weiterlesen »
Die Nephrologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin. Sie befasst sich mit den Erkrankungen der Niere, sowie deren konservativer (nicht-operativer) Therapie.
Darüber hinaus gehören der Bluthochdruck, die Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes sowie Störungen des Säure-Basen-Gleichgewichtes zum Fachgebiet. Wesentliches Ziel des Nephrologen ist die Stabilisierung der Nierenfunktion, um die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Nierenersatztherapie (Hämodialyse, Peritonealdialyse) so weit wie möglich hinauszuzögern.
Typische Probleme bei chronisch eingeschränkter Nierenfunktion sind renale Anämie, Bluthochdruck, renale Osteomalazie und die Notwendigkeit der Dosisadaption vieler renal eliminierter Medikamente. Wenn terminale Niereninsuffizienz eingetreten ist, führt der Nephrologe die Dialysebehandlungen durch und/oder bereitet die Nierentransplantation vor. Deren Nachsorge gehört ebenfalls zu den Aufgaben des Nephrologen, ebenso wie die Behandlung von Patienten mit Bluthochdruck und die Durchführung der verschiedenen Lipidaphereseverfahren bei Patienten mit stark erhöhten Blutfettwerten.
Im Rahmen der Intensivmedizin wird durch den Nephrologen das akute Nierenversagen, z. B. nach Polytrauma, bei Sepsis oder nach Intoxikationen durch Dialyseverfahren behandelt. Schließlich werden viele Vergiftungen auf diese Weise therapiert.
Diagnostische Verfahren
Die Nephrologie bedient sich im Wesentlichen folgender Verfahren:
Blut
Zur Beurteilung der Nierenfunktion und des Säure-Basen-Haushaltes werden in der Regel folgende Parameter im Serum untersucht:
Kreatinin
Harnstoff
Harnsäure
Natrium
Kalium
Calcium, meist zusammen mit Phosphat
Chlorid
Protein
Darüber hinaus werden regelmäßig das Blutbild und die Blutgasanalyse bestimmt. Je nach Fragestellung bzw. zugrundeliegender (oder vermuteter) Krankheit, werden ggf. weitere Analysen erforderlich.
Urin
Hierbei werden der Spontanurin oder Mittelstrahlurin unterschieden vom Sammelurin. In der Untersuchung des Spontanurins werden semiquantitativ mittels Teststreifen folgende Parameter untersucht:
Erythrozyten oder Hämoglobin
Leukozyten
Eiweiß
pH-Wert
Nitrit
Ketonkörper
Glucose
Meist wird eine Durchlichtmikroskopie angeschlossen, wobei auffällige größere Urinbestandteile wie Zellen oder Harnzylinder weiter differenziert werden können. Zur Beantwortung der Frage, ob Blut im Urin aus den Nieren oder den Harnwegen stammt, wird häufig zusätzlich eine Phasenkontrastmikroskopie in Dunkelfeldtechnik durchgeführt.
Zur weiteren Abklärung der Ursache einer Nierenerkrankung ist häufig eine Sammelurinuntersuchung erforderlich, in der die gesamte Urinmenge über einen definierten Zeitraum (meist 24 Stunden) gesammelt und die Zusammensetzung anschließend analysiert wird.
Nephrologische Krankheitsbilder
Die folgenden Krankheitsbilder zählen zum Kerngebiet der Nephrologie (die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit):
Glomerulopathien
akute und subakute Glomerulonephritiden
chronische Glomerulonephritiden
Glomeruläre Erkrankungen bei anderen Grunderkrankungen
Interstitielle Nephropathien
Akute interstitielle Nephritis
Analgetikanephropathie
Postrenale Nephropathien
Refluxnephropathie
Obstruktive Nephropathie
Sonstige Nephropathien
Balkannephropathie
Strahlennephritis
Uratnephropathie
Nephrokalzinose
Nierenbeteiligung bei Systemischen Erkrankungen
Diabetische Nephropathie
Hypertensive Nephropathie bzw. Nephrosklerose
Amyloidosen
Plasmozytom
Sarkoidose
Rheumatische Erkrankungen
Kollagenosen
Vaskulitiden
Erkrankungen des Immunsystems wie Goodpasture-Syndrom, Kryoglobulinämie
Erbkrankheiten der Nieren
Zystennieren
Markschwammnieren
Nephronophthise
Alport-Syndrom
eine Vielzahl der hereditären Tubulopathien, u. a. renale Glukosurie, Renal Tubuläre Azidose, Bartter-Syndrom, Diabetes insipidus renalis, Phosphatdiabetes, deToni-Debré-Fanconi-Syndrom
Stoffwechselerkrankungen mit Nierenfunktionsstörungen, u. a. Galaktosämie, Morbus Wilson, Zystinose, Lowe-Syndrom, Fabry-Krankheit, LCAT-Mangel
Hochdruckerkrankungen
Primäre Hypertonie
Renovaskuläre Hypertonie und Nierenarterienstenose
Nieren- und Hochdruckerkrankungen in der Schwangerschaft
Schwangerschaftshypertonie
Nierenfunktionsstörungen in der Schwangerschaft
Stoffwechselstörungen des Säure-Basen- und Wasser-und Elektrolythaushaltes
Metabolische Alkalose und Azidose
Störungen des Natrium-, Kalium-, Calcium-, Chlorid- und Phosphat-Haushaltes